Ereignis

Titel:
Populistische Argumentation: ein hölzernes Eisen?

Datum / Uhrzeit:
22.10.19   /  18:30 - 20:00

Veranstalter:
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf




Beschreibung:

Referenten:

Michael Angenendt M.A. (Institut für Deutsches und Internationales Parteienrecht und Parteienforschung, HHU) und Julian Pöhling (Institut für Philosophie, HHU)

Vortragstitel:

Populistische Argumentation: ein hölzernes Eisen?

Beschreibung:

In der öffentlichen Debatte wird gegenüber Populisten der Vorwurf der Verbreitung von fake-news erhoben. In den medialen Formaten hat sich als häufige Reaktion ein Faktencheck etabliert, einen Argumentationscheck sucht man bislang vergebens. Diesem Umstand möchte die Vortragsreihe Populistische Argumentation: ein hölzernes Eisen begegnen. In ihrem einführenden Vortrag werden der Philosoph Julian Pöhling und Politikwissenschaftler Michael Angenendt einen Einblick in die Grundlagen der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Populismus geben. Im Fokus stehen die typischen Merkmale des Populismusbegriffs, die Charakteristika populistischer Kommunikationsstrategien und die Frage, welche Standards für die Beurteilung öffentlicher Debatten herangezogen werden können.

Zu den Personen:

Die Zusammenarbeit von Julian Pöhling und Michael Angenendt spiegelt den interdisziplinären Geist des Projekts wider. So ist Julian Pöhling als Philosoph auf der einen Seite Koordinator des interdisziplinären Bachelorstudienganges Philosophy, Politics and Economics an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Er führt regelmäßig Seminare zur Argumentationstheorie durch und thematisierte in seiner Masterarbeit die Bedeutung philosophischer Argumentation in politischen Debatten. Auf der anderen Seite gehört Politikwissenschaftler Michael Angenendt dem Düsseldorfer Parteienforschungsinstitut PruF an. Sowohl in Lehre als auch in Forschung beschäftigt er sich mit Parteien, Populismus und politischer Partizipation.

Zur Vortragsreihe:

Bei der Reihe handelt es sich um den öffentlichen Teil eines Lehrprojektes, das von Michael Angenendt M.A. (Institut für Deutsches und Internationales Parteienrecht und Parteienforschung, HHU) und Julian Pöhling (Institut für Philosophie, HHU) durchgeführt wird. Dem Projekt liegt die These zugrunde, dass sich populistische Strategien und ihre spezifischen Mängel innerhalb einer Argumentationstheorie abbilden lassen. Die Vortragsreihe bildet eines der Kernelement des Projektes und widmet sich der der Begründung und der Diskussion der These. Zu diesem Zweck werden Wissenschaftler, Politiker und Journalisten als Referenten Einblicke sowohl in die aktuelle Forschung als auch die gegenwärtige politische Praxis geben. Die Vortragsreihe und das gesamte Projekt werden gefördert durch die Reihe "Die Bürgeruniversität in der Lehre".

Die Vortragsreihe setzt sich aus insgesamt fünf Blöcken zusammen

  1. Zu Beginn werden das Projekt und die zentralen Thesen vorgestellt.

  2. Der zweite Block widmet sich aus politikwissenschaftlicher Sicht der Konzeptualisierung von Populismus und der Verbreitung populistischer Kommunikation im politischen Spektrum.

  3. Im dritten Block wird geklärt, was Argumentation – insbesondere schlechte Argumentation – kennzeichnet. Dazu werden zum einen philosophische Maßstäbe des guten Argumentierens vorgestellt und zum anderen werden Wirkung und Bedeutung von Argumenten in der alltäglichen Kommunikation erläutert.

  4. Auf dieser Basis wird in Block vier an praxisnahen Beispielen gezeigt, welche argumentationstheoretischen Defizite populistische Kommunikation aufweist.

  5. Abschließen wird die Vortragsreihe eine Podiumsdiskussion, bei welcher Persönlichkeiten aus der politischen Praxis zu den Ergebnissen der Vortragsreihe Stellung nehmen und die Bedeutung für das politische Handeln und insbesondere die Darstellung von Politik im öffentlichen Diskurs reflektieren.


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