Geförderte Projekte

In allen fünf Fakultäten der HHU fördern wir Projekte, die den Gedanken der Bürgeruniversität in der Lehre verkörpern.

Juristische Fakultät

- Foren

Die Juristische Fakultät veranstaltet Foren zu verschiedenen juristischen Themen: den Medizinstrafrechtstag, den Ärzte- und Juristentag, das Forum Arbeitsrecht, das Forum Unternehmensrecht und den Versicherungsrechtstag. Hier finden Wissenschaftler/innen, Richter/innen, Fachanwält/innen, Referandar/innen, Wirtschaftsvertreter/innen und Studierende zusammen und diskutieren die neuesten Entwicklungen in den jeweiligen Disziplinen. Studierende können auf den Foren ihr Wissen vertiefen und Kontakte zu Juristen aus der Praxis knüpfen. Praktiker/innen lernen talentierte junge Juristen/innen kennen. 

- Blogs und Rechtsberatung 

Die Institute für Kartellrecht und für Versicherungsrecht betreiben Blogs. D-Kart befasst sich mit aktuellen rechtlichen, ökonomischen und politischen Fragen des Wettbewerbs. Der Blog unterrichtet über nationale und internationale Entwicklungen im Kartellrecht und stößt fachliche Diskussionen an. Der IVR-Blog widmet sich der Analyse aktueller Rechtsprechung im Bereich des Versicherungsvertrags- und -aufsichtsrechts und fördert den Gedankenaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Beide Blogs bieten die Möglichkeit eines direkten Austausches zwischen Wissenschaftler/innen und der interessierten Öffentlichkeit. Gerade auch interessierte Studierende haben die Möglichkeit, an aktuellen kartell- und versicherungsrechtlichen Diskussionen teilzunehmen. 

- Uni Meets School 

"Uni Meets School" fördert den Wissenstransfer zwischen Studierenden und Oberstufenschüler/innen. Im Rahmen des Projektes besuchen Studierende des Begleitstudiums Anglo-Amerikanisches Recht Englischkurse der Oberstufe in Düsseldorfer Gymnasien, um Gerichtsfälle aus der US-amerikanischen Rechtsprechung vorzustellen und zu diskutieren. Das Fachwissen der teilnehmenden Studierenden wird durch das Projekt vertieft, und die Englisch- und Präsentationskompetenzen werden verbessert. Der Kurs kann in das Themenpflichtfeld für Abiturienten/innen "Amerikanischer Traum - Visionen und Lebenswirklichkeiten in den USA" integriert werden. 

- Refugee Law Clinic

Die undefinedRefugee Law Clinic (RCLD) ist eine gemeinnützige Initiative von Studierenden der Heinrich-Heine-Universität, die Geflüchteten kostenlose Rechtsberatung anbietet. Die Rechtsberater/innen werden in einer Vorlesung zur Einführung in das Asyl- und Aufenthaltsrecht durch erfahrene Rechtsanwältinnen geschult. Vertieft werden die Kenntnisse durch weitergehende kleine Praxisseminare zu juristischen und praktischen Themen. Die Rechtsberatung unterstützt die Geflüchteten unter anderem bei Antragstellungen, Behördengängen, dem Familiennachzug und ähnlichen Anliegen. Dabei arbeiten die Beratenden mit Volljuristen/innen des Asyl- und Migrationsrechts zusammen, um eine hohe Beratungsqualität zu gewährleisten. 

Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

- Awareness-to-Go: the effects of plastic pollution on marine and terrestrial ecosystems

Globale Klimaerwärmung und Plastikverschmutzung stellen derzeit die größte ökologische Bedrohung dar. Um das Bewusstsein für die Auswirkungen von Plastik auf die Umwelt bei jungen Menschen zu steigern, erarbeitet das Projekt die Umweltfolgen von Plastikverschmutzung. Lehrende und Studierende der HHU fahren zusammen mit Schüler/innen aus Düsseldorfer nach Elba und sammeln in einer Feldstudie Plastik von Stränden und aus dem Meer. Die gesammelten Plastikteile werden im Labor analysiert und dokumentiert. Nach der Rückkehr werden die Forschungsergebnisse weiteren Schüler/innen vermittelt und die Befunde in Gruppen diskutiert sowie in Form von Postern, kurzen Präsentationen und einem Zeitungsbericht für die Öffentlichkeit aufbereitet. 

- Psychologie zum Mitmachen

Unter dem Motto "Psychologie zum Mitmachen" lädt die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf interessierte Bürger/innen ein, bequem und von zuhause aus in einem virtuellen Labor psychologische Phänomene und Testverfahren kostenlos auszuprobieren und in virtuellen Mitmach-Stationen kennenzulernen. Interessierte Teilnehmer/innen können sich so interaktiv über aktuelle Forschungsergebnisse informieren und mehr über sich selbst und über die Welt der Psychologie erfahren. Im Mittelpunkt stehen optische und kognitive Täuschungen, Urteilsfehler sowie die psychometrisch fundierte Wissens-, Fähigkeits- und Persönlichkeitsdiagnostik. Alle Bürger/innen erhalten eine informative Rückmeldung in Form eines individuellen Ergebnisfeedbacks, das es ihnen erlaubt, ihr Abschneiden in Echtzeit mit den anderen Teilnehmenden zu vergleichen. 

Medizinische Fakultät

- D-Kur

D-KUR ist eine "run-in" Sprechstunde an der Universitätsklinik Düsseldorf zur Früherkennung von Patienten/innen mit Verdacht auf eine entzündlich-rheumatische Gelenkerkrankung unter fachärztlicher Supervision. Studierende, die als Eingangsvoraussetzung eine "Basisausbildung" für den Bewegungsapparat absolviert haben, haben die Aufgabe, selbstständig entzündlich-rheumatische Erkrankungen zu erkennen oder auszuschließen. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, den Bürger/innen der Stadt einen schnellen Zugang zu Rheuma-Sprechstunden und -diagnostik zu bieten.

Philosophische Fakultät

- Sprachexport

Das Projekt undefined"Sprachexport Romanistik" hat zum Ziel, eine Kooperation zwischen lokal ansässigen Wirtschaftsunternehmen, Stiftungen und (Non-Profit-) Organisationen mit Projekten oder Handelsbeziehungen im romanischen Sprachraum und dem Institut für Romanistik zu schaffen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit unterrichten Studierende der Romanistik Angestellte der jeweiligen Unternehmen in den Fremdsprachen Französisch, Italienisch und Spanisch. Die Kooperationspartner bieten den Studierenden ihrerseits einen Praktikumsplatz, einen Nebenjob oder ein Volontariat an, in denen diese studienbegleitend Berufserfahrung sammeln und ihren Berufseinstieg vorbereiten können. Somit bietet dieser Austausch auch für die Unternehmen, Stiftungen und Organisationen Vorteile in mehrfacher Hinsicht: Nicht nur die Studierenden knüpfen Kontakte zu Unternehmen, sondern auch die Unternehmen profitieren von engagierten Studierenden und lernen potentielle Arbeitnehmer/innen kennen. Zusätzlich stärkt die HHU die Vernetzung mit der Wirtschaft.

- Campus Beautiful

Campus Beautiful möchte das Leben auf dem Campus schöner machen. Noch heute zeugen die von Georg Penker gestalteten Freiflächen auf dem Campus in ihrer anspruchsvollen (landschafts-) architektonischen Ausgestaltung von den demokratischen Strömungen der 1960er-Jahre. Der künstlerische Anspruch ist jedoch in Vergessenheit geraten. Studierende des Instituts für Kunstgeschichte. arbeiten an drei Teilprojekten, um das zu ändern: Unter dem Motto "CampusMomente" entwickeln sie Ausstellungskonzepte, die die verschiedenen Freiräume des Campus durch teils historische Fotografien in den Fokus rücken. Die Ausstellung wird sowohl auf dem Campus als auch in der Stadt - Reinraum und Haus der Universität - gezeigt. Mit der Initiative "CampusKunst" knüpfen sie an die aktuelle S.O.S. Brutalism-Debatte an und nutzen die Campuslandschaft museal: In Zusammenarbeit mit Düsseldorfer Künstler/innen werden ephemere Kunstprojekte für sechs Wochen auf dem Campus ausgestellt. Das dritte Teilprojekt "Campus2go" greift aktuelle Social Media-Trends auf: Als perfekter "Wissenssnack" für zwischendurch bereiten Studierende die Geschichte des Campus, seine Bauten und seine Kunst mittels Video-Stories, Bildern und kleinen Wikis auf.

- Wem gehört die Stadt? - Sprache und öffentlicher Raum

Die Fragestellung "Wem gehört die Stadt?" akzentuiert das grundlegende Verhältnis des Menschen zu seiner (Um-) Welt aus sprachtheoretischer Perspektive in Hinsicht auf die Stadt, in der er lebt. Das Lehrprojekt fragt danach, welchen Beitrag die moderne Sprachwissenschaft zur Auseinandersetzung mit dem gesellschaftlichen Lebensraum "Stadt" leisten kann. Dabei steht grundsätzlich die kulturlinguistische Fragestellung im Vordergrund, in welchem reziproken Verhältnis "Stadt" und "Sprache" zueinander stehen. Ziel des Lehrprojekts ist es, einen seminarübergreifenden hybriden Lehrraum zu schaffen, den zu gestalten die Studierenden aufgefordert sind. Dabei sollen (sprach-) wissenschaftliche Ergebnisse adäquat in die Öffentlichkeit transferiert werden und diese in Form von Web 2.0-basierter Kommunikationstechnologie zugänglich gemacht werden.

- Schülerkompetenzen im Umgang mit digitalen Medien

Der Prozess der Digitalisierung stellt die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts vor große Herausforderungen, u.a. im Bereich der Alltagskommunikation. Der Ausbildung von Schüler/innen zu kompetenten und kritischen Nutzer/innen digitaler Medien kommt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle zu. Das Service-Learning-Lehrprojekt ist auf drei Ebenen angelegt:
1. Im Rahmen einer interdisziplinären Vortragsreihe erhalten Studierende, Lehrer/innen, Eltern, Schüler/innen und die interessierte Öffentlichkeit Einblicke in die aktuelle wissenschaftliche Forschung zu Problemfeldern der digitalen Alltagspraxis.
2. In einem begleitenden Seminar arbeiten Studierende Konzepte für Workshops aus, in denen
3. mit Schüler/innen Handlungsregeln für den digitalen Raum erarbeitet und erprobt werden.

Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

- Wissenschaftskommunikation in der Öffentlichkeit

Ziel dieses Lehrprojektes ist es, Masterstudierende in der Fähigkeit zu schulen, komplexe ökonomische Themen anschaulich, zum Beispiel durch YouTube-Filme, zu erläutern. Außerdem soll der von Seiten der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät mit der Vorlesungsreihe "Oeconomicum live" begonnene Diskurs mit der interessierten Öffentlichkeit vertieft werden.

- Energiearmut in Düsseldorf?!

Das forschungsorientierte Lehrprojekt „Energiearmut in Düsseldorf?!“ soll das Thema der Bürgeruniversität in die forschungsorientierte, transfor- mative, betriebswirtschaftliche Lehre der HHU integrieren. Hierzu werden Masterstudierende mit einem aktuellen Problem der Verbraucher- und Bürgerrealität vor Ort konfrontiert, nämlich dem der Energiearmut.

- Sommerkult

Das jährlich stattfindende und durch den AStA auf dem Campus der HHU organisierte Musikfestival „Sommerkult“ ist längst zu einer festen Größe der kulturellen Universitätslandschaft in NRW geworden. In dem Projekt unterstützen Studierende die Organisation des Festivals und erwerben so praxisnah Kenntnisse im Kultur- und Veranstaltungsmanagement, die zu einer ersten Berufsorientierung dienen können. Das Projekt wird durch Dozierende des MA-Studiengangs Kunst- und Kulturmanagement begleitet und die Praxiserfahrungen u.a. durch Workshops zur Vermittlung von Hintergrundwissen und Beratungsangebote ergänzt.

 

 

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