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Geförderte Projekte

Laufende Projekte

Projektverantwortlicher:

Dr. Andrew Isaak (Manchot Graduiertenschule „Wettbewerbsfähigkeit junger Unternehmen")

Projektbeschreibung:

Das Thema Kryptowährungen ist momentan in aller Munde, weshalb Prof. Suleika Bort, Professorin für Organisation und Internationales Management an der TU Chemnitz und Dr. Andrew Isaak, Habilitand des Lehrstuhls für Entrepreneurship und Finance an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, sich mit der grundlegenden Frage beschäftigen, wie Vertrauen in neue, kontroverse digitale Märkte entstehen kann. Dem Vortrag geht ein Brainstorming-Workshop mit Studierenden sowie Forscherinnen und Forschern der HHU voraus (ca. 17:15-18:45 Uhr), dessen Ergebnisse als Basis für die anschließende Panel-Diskussion dienen sollen.

Weitere Informationen:

Aufgrund der Covi-19-Pandemie ist die Durchführung der Diskussionsveranstaltung bis auf Weiteres aufgeschoben. Sobald ein Termin und das Format feststehen, werden diese im Veranstaltungskalender der Bürgeruniversität veröffentlicht.

Projektverantwortliche:

Dr. Anna Schürmer (Institut für Medien- und Kulturwissenschaften)

Projektbeschreibung:

Seit zwei Jahrzehnten ermöglicht das aus Konzerten und diskursiven Formaten bestehende Forum neuer Musik des Deutschlandfunks den Diskurs zwischen zeitgenössischem Komponieren und gesellschaftlich relevanten Themen und Fragestellungen. In seiner 21. Auflage beschäftigt das Festival am 3./4. April 2020 unter dem Titel »Wollen wir den Tod überwinden?« mit Sterben und Vergänglichkeit – und fragt im Gegenzug nach dem Umbruch im Selbstverständnis des Menschen, den post- und transhumanes Denken unter digitalen Vorzeichen verheißen: also die Überwindung menschlicher Makel mittels neuer Technologien. Das Festival 2020 versammelt in der Frage nach Wert, Wesen und Widerspruch des Menschen künstlerische und journalistische, wissenschaftliche und diskursive Beiträge, um verschiedene Möglichkeiten der Wahrnehmung, der Deutung und des Umgangs mit Sterben und Un/Endlichkeit im 21. Jahrhundert zu reflektieren.

Ein Programmpunkt ist die als ›Live-Feature‹ konzipierte Lecture-Performance Posthuman – All Too Human? Zukunftsmusik jenseits des Menschen, die Dr. Anna Schürmer –
wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medien- und Kulturwissenschaft der HHU und freie Mitarbeiterin des DLF – als künstlerisch-wissenschaftliche Forschung gemeinsam mit Studierenden und Mitarbeiter*innen des Instituts für Medien- und Kulturwissenschaft erarbeitet. Unter dem hypothetisch fragenden Titel Posthuman – All too Human? reflektiert und hinterfragt die performative Lesung mit szenische Einlagen zu Künstlicher Intelligenz und Nostalgie, Algorithmen und Mensch-Maschine-Interaktionen das diskursive Phänomen des Posthumanismus: Welchen Herausforderungen hat sich der Humanismus in einer zunehmend digitalisierten Welt zu stellen – und wie steht es um die Zukunft menschlicher Kreativität im Zeichen von KI und Big Data?

Umgesetzt wird das Projekt Posthuman – All Too Human? Neue Musik jenseits des Menschen im Wintersemester 2019/20 im Rahmen eines offiziell im Veranstaltungsverzeichnis der HHU angebotenen Workshops. Mit ausgewählten Studierenden und unter Beteiligung wissenschaftlicher Mitarbeiter*innen des Instituts für Medien- und Kulturwissenschaft, wird in mehreren über das Semester verteilten Sitzungen das ›Live-Feature‹ als Performance-Lecture mit szenischen Einspielen erarbeitet und in zwei Aufführungen präsentiert: Einmal im Rahmen des Forums neuer Musik an Kölner DLF-Funkhaus (4.4.2020), ein zweites Mal am 9.4.2020 im Düsseldorfer »Salon des Amateurs«, wo anschließend an die Performance ein DJ-Set die somatische Körperlichkeit elektronischer Zukunftsmusik mit Akteuren, Gästen und Publikum auf der Tanzfläche zelebriert.

Weitere Informationen:

Aufgrund der Covi-19-Pandemie ist die Durchführung der Diskussionsveranstaltung bis auf Weiteres aufgeschoben. Sobald ein Termin und das Format feststehen, werden diese im Veranstaltungskalender der Bürgeruniversität veröffentlicht.

 

Projektverantwortliche:

Prof. em. Dr. Dieter Stein / Dr. Martina Nicklaus (Institut für Romanistik)

Projektbeschreibung:

Die systematische Analyse krimineller Handlungen, die Forensik, wird im Rahmen von polizeilichen Ermittlungen und juristischen Verfahren zur Validierung von Beweismitteln herangezogen. Solche wissenschaftlich fundierte Beweissicherung nimmt inzwischen auch in einem Teilgebiet an Bedeutung zu, das bisher eher nicht im Vordergrund des (fach-)öffentlichen Interesses stand, nämlich in der Bewertung sprachlicher "Spuren", d.h. sprachlicher Evidenz unterschiedlichster Art. Hier bildet sich, als Teil einer breiteren Rechtslinguistik, zunehmend eine eigenständige Fachrichtung, die forensische Linguistik heraus. Ihre Gegenstände sind etwa die Ermittlung von Erpressern durch phonetische oder sprachlich-stilistische Analysen, der Nachweis von Glaubhaftigkeit in Missbrauchsfällen oder das Aufdecken von Plagiaten in publizierten Texten.

Die zwei geplanten Vorträge mit Workshops integrieren sich in eine offene Vortragsreihe zu Forensischer Linguistik, die im Haus der Universität im Sommersemester 2020 stattfindet, sowie, als Seminar-sitzungen, in Lehrveranstaltungen der Antragsteller im Sommersemester 2020. Die beiden geplanten Veranstaltungen sollen einen besonderen Akzent auf praktische forensische Arbeit legen und das Publikum an Beweissicherung teilhaben lassen. Die beiden Referenten würden zunächst in ihre jeweiligen Spezialgebiete einführen um anschließend, in kleinen Workshops, an authentischem Material gemeinsam mit den Zuhörern eine linguistische Analyse zur Täterprofilierung durchzuspielen. Dabei sollen Täuschungs- und Verstellungsversuche ebenso aufgedeckt werden wie Sprachmerkmale, die Auskunft über Alter, Bildungsgrad oder regionale Herkunft des Täters liefern können.

Weitere Informationen:

Aufgrund der Covid-19-Pandemie musste die VEranstaltungsreihe umgeplant werden, seit Sommer 2020 finden Vorträge im Haus der Universität statt, die teilweise ebenfalls als Live-Streaming-Angebote zur Verfügung gestellt werden. Informationen zu den noch anstehenden Veranstaltungen finden Sie im Veranstaltungskalender des Hauses der Universität.

Projektverantwortliche:

Dr. Daniel James (Institut für Philosophie) in Zusammenarbeit mit Prof. Gottfried Vosgerau (Institut für Philosophie)

Projektbeschreibung:

Die School Strike for Climate- oder Fridays for Future-Bewegung (FFF) stellt eine Herausforderung für Gesellschaft und Politik dar. Sie tut dies nicht lediglich, weil sie, in Anbetracht der Klimakrise,
mit großen Nachdruck zu politischem und gesellschaftlichem Handeln auffordert. Darüber hinaus würde dieser Aufforderung nachzukommen in vielen Hinsichten nicht nur ein radikales Umdenken, sondern einen nicht minder radikalen politischen und gesellschaftlichen Wandel nach sich ziehen.

Sofern es sich allerdings bei FFF um eine junge Bewegung handelt (womit nicht lediglich die Tatsache gemeint ist, dass diese eine Jugendbewegung ist), ist anzunehmen, dass viele ihrer Ideen darüber, welches gesellschaftliche und politische Handeln eine gerechte und durchführbare Antwort auf die Klimakrise darstellt, noch in Entwicklung begriffen sind. Gerade im Prozess der Entwicklung solcher Ideen könnte die Auseinandersetzung mit verschiedenen Ansichten in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften dienlich sein. Im Gegenzug könnten Forschung wie Lehre in Geistes- und Gesellschaftswissenschaften von den neuen Themen- und Fragestellungen profitieren, die von einer so jungen Bewegung ausgehen. Wohingegen sich allerdings viele Naturwissenschaftler*innen schnell (man denke nur an die Initiative Scientists for Future) ihre Unterstützung für die Anliegen von FFF zum Ausdruck gebracht haben und Aktivist*innen letzterer Bewegung sich stets auf den wissenschaftlichen Konsens unter Klimawissenschaftler*innen beziehen, gibt es bislang sehr viel weniger Austausch mit den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Damit einhergehend gibt es
bislang auch nur Anlass zu Verständigung über politische und gesellschaftliche Herausforderungen darin, bestimmte klimapolitische Ziele zu erreichen. Diese Kluft soll auf lokaler Ebene – in Zusammenarbeit mit FFF Düsseldorf und Students for Future, dem Referat für Nachhaltigkeit des AStA und dem Wuppertal Institut – im Rahmen einer virtuellen Agora zum Themenkomplex Klima | Gesellschaft | Wandel sowie in daran anschließenden Lehr- und Forschungsprojekten geschlossen werden.

Grundidee dieser Veranstaltungsreihe ist, dass Studierende in Kleingruppen erst mit Lehrenden des Philosophy, Politics and Economics-Studiengangs Themen- und daraufhin mit Schüler*innen Fragestellungen formulieren. Diese diskutieren sie dann auf Grundlage von Vorträgen und Onlineforen mit den Lehrenden. Dabei sollen sich Studierende und Schüler*innen nicht nur im Dialog mit Forscher*innen über ihre Ziele sowie über die politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen darin, diese zu erreichen, verständigen. Vielmehr soll aus diesem Dialog ausdrücklich auch ein Forschungs- und Lehrauftrag an die beteiligten Forscher*innen hervorgehen, der im Anschluss an die Veranstaltungsreihe umgesetzt werden soll.

Abgeschlossene Projekte

Projektverantwortliche:

Tomy Brautschek / Maximilian Haberer (Institut für Medien- und Kulturwissenschaft)

Projektbeschreibung:

Das Sound Cinema Düsseldorf ist ein Recorded-Sound-Wettbewerb, der ein kollektives Anhören wissenschaftlich-künstlerischer Soundproduktionen sowie eine Prämierung der besten Beiträge vorsieht. Nach der erfolgreichen Premiere am 4. April 2019 wird das Sound Cinema am 30.01.2020 in einem erweiterten Rahmen zum zweiten Mal stattfinden. Die Veranstaltung erstreckt sich über einen Abend und richtet sich an ein breites Publikum aus Studierenden, Forscherenden, Künstler*innen, Musiker*innen sowie an eine kulturell und wissenschaftlich interessierte Stadtöffentlichkeit. Essenzieller Bestandteil der Veranstaltung ist hierbei die an den Kinosaal angelehnte Hörsituation: Das durch die räumliche und technische Anordnung geschaffene Wahrnehmungsdispositiv versetzt die Hörenden in die ungewohnte Situation, aufgenommene Klänge gemeinschaftlich konzentriert anzuhören. Die explizite Auslassung visueller Stimuli verursacht hierbei eine Verschiebung der Konzentration auf den Hörsinn. Diese Hörsensibilisierung hat unter anderem auch die Reflexion der eigenen Hör(um)welt zur Konsequenz.

Die Soundbeiträge für die Veranstaltung werden über einen Call-for-Sounds öffentlich eingeworben. Nach einer Vorauswahl werden am Veranstaltungsabend dem Auditorium
schließlich neun Beiträge mit einer maximalen Länge von jeweils zehn Minuten vorgespielt. Die präsentierten Produktionen stammen zu gleichen Teilen aus den folgenden drei Kategorien: 1. Musical Compositions, 2. Acoustic Stories und 3. Abstract Sounds. Jede Kategorie wird am Abend der Veranstaltung von einer Fachjury prämiert. Darüber hinaus wird ein Publikumspreis, der Beiträge aller Kategorien berücksichtigt, vergeben.

Weitere Informationen:

Link zur Projekthomepage www.soundcinema.eu

Projektverantwortliche:

Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie

Projektbeschreibung:

Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung des DIID am 28.01.2020 im Haus der Universität (Schadowplatz 14, Düsseldorf) geht es um die Frage: Wie und in welchen Städten kann man sich über das Internet an politischen Entscheidungen beteiligen? Im Jahr 2016 hatte bereits ein Drittel der Kommunen NRWs schon mindestens einmal ein Beteiligungsverfahren über das Internet durchgeführt. Wie sich seitdem die Online-Partizipation in NRW entwickelt hat, wurde vom Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie (DIID) im Jahr 2019 erneut untersucht. Die Ergebnisse der Studie sowie Chancen und Risiken der Online-Bürgerbeteiligung werden in zwei Kurzvorträgen präsentiert.

Anschließend sind alle Gäste eingeladen, im Rahmen einer offenen Podiumsdiskussion mit Wissenschaftler/innen der HHU und Vertreter/innen aus NRW-Kommunen zu diskutieren. Außerdem können sich Interessierte vor und nach der Veranstaltung bei einem Getränk über aktuelle Initiativen der Landeshauptstadt Düsseldorf aus den Bereichen Digitalisierung und Bürgerbeteiligung informieren.

Mehr Informationen:

Link zum Veranstaltungsprogramm mit weiteren Informationen auf der Homepage des DIID

Projektverantwortliche:

Prof. Dr. Susanne Hahn (Institut für Philosophie)

Projektbeschreibung:

Was ist künstliche Intelligenz? Was kann sie leisten, welche Risiken sind mit ihrem Einsatz verbunden und inwiefern fordert sie gängige soziale Praxen heraus? Eine Vorlesungsreihe an der Heinrich-Heine-Universität beschäftigt sich ab dem 8. Januar mit diesen Fragen und legt dabei einen Schwerpunkt auf das Thema der maschinellen Mustererkennung. So tragen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Philosophie, Robotik, Informatik, Kriminologie und Radiologie in einem Wechselspiel aus Anwendungs- und Reflexionsüberlegungen vor und erörtern grundsätzlich die Merkmale künstlicher Intelligenz. Sie  fragen nach den Chancen und Risiken maschineller Mustererkennung sowie den Herausforderungen für die Verantwortungszuschreibung, die sich zum Beispiel ergeben, wenn künstliche Intelligenz zur Diagnose von Krankheiten eingesetzt wird. Daneben werden praktische Anwendungen, z.B. in der Robotik, der Polizeiarbeit und der Onkologie, behandelt. Die Vorstellungsreihe will dabei auch zeigen, welche Möglichkeiten es aktuell gibt und welche Leistungen derzeit eher in den Bereich der Fiktion gehören.

Weitere Informationen:

Meldung inkl. Veranstaltungsprogramm auf der Homepage des DIID

Projektverantwortliche:

Prof. Dr. Markus Schrenk / Dr. Amrei Bahr (Institut für Philosophie)

Projektbeschreibung:

Im Mittelpunkt der Vortragsreihe denXte stehen philosophische Gedankenexperimente, die aufgrund ihres interaktiven Zuschnitts spielerisch Einsichten in aktuelle philosophische Debatten gewähren. Dank ihres narrativen Charakters und ihrer geringen theoretischen Komplexität eignen sich Gedankenexperimente besonders gut dazu, philosophischen Laien einen Zugang zu philosophischen Problemstellungen zu ermöglichen. Die interaktive Vortragsreihe macht sich diesen Umstand zunutze, um interessierten Bürger*innen einen Einblick in aktuelle Debatten der akademischen Philosophie zu gewähren. Dazu erhält das Auditorium bei jedem Vortrag zunächst die Gelegenheit, mittels der Smartphone-Abstimm-App ARSnova zu je einer ausgewählten philosophischen Frage Stellung zu nehmen – etwa zu der Frage, ob die Rettung einer Gruppe von Personen es rechtfertigt, das Leben eines Einzelnen zu opfern. Im Anschluss daran werden im Rahmen eines Vortrags ein die jeweilige Fragestellung betreffendes Gedankenexperiment sowie wichtige Einsichten aus der zentralen philosophischen Debatte um dieses Experiment präsentiert. Im Rahmen einer Diskussion des Vortrags erhält das Auditorium anschließend die Gelegenheit, Verständnisfragen zu diskutieren sowie eigene Argumente vorzubringen. Schließlich werden die Intuitionen des Auditoriums mithilfe von ARSnova erneut abgefragt und die Ergebnisse der beiden Umfragen miteinander verglichen: Hat sich die Einschätzung des Auditoriums im Anschluss
an Vortrag und Diskussion verändert oder sind die Intuitionen weitgehend stabil geblieben? Eine Möglichkeit des abschließenden informellen Austauschs mit Fachphilosoph*innen wird im Foyer des Haus der Universität nach dem Vorbild eines Science Cafés angeboten.

Das Zusammenwirken von Universität und Stadt im Rahmen der Vortragsreihe ist ein wechselseitiges: Die philosophieinteressierte Öffentlichkeit erhält Einsichten in die aktuelle Forschung; zugleich bietet die Abfrage von Intuitionen in zwei Schritten der Fachphilosophie die Möglichkeit, die entsprechenden Erhebungen für metaphilosophische Fragen im Zusammenhang mit Gedankenexperimenten und Intuitionen auszuwerten. Aufgrund der Originalität dieses Vortragsformats kommt der Vortragsreihe über die Öffentlichkeitswirksamkeit hinaus somit auch eine wissenschaftliche Bedeutung für die HHU zu.

Weitere Informationen:

Projekthomepage der "denXte"-Vortragsreihe

Projektverantwortliche:

Dr. Katherine Macmillan (Lehrstuhl für Physik der weichen Materie)

Projektbeschreibung:

„Soapbox Science“ ist ein bekanntes Format der Wissenschaftskommunikation, bei dem Wissenschaftlerinnen ihre Forschung der Öffentlichkeit erklären. Die erste Veranstaltung fand 2011 in London statt, seitdem ist „Soapbox Science“ jedes Jahr größer geworden. Im letzten Jahr gab es zwei Events in Deutschland, jeweils in Berlin und in München, im Jahr 2020 soll nun ein erstes Event in Düsseldorf stattfinden.

Mit dem Veranstaltungsformat „Soapbox Science“. werden zwei Ziele verfolgt: Zum einen wird der Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft gefördert. Dabei sollen vor allem die Menschen erreicht werden, die normalerweise gar nichts oder nur sehr wenig über Wissenschaft wissen, die normalerweise nicht mit Wissenschaftlern sprechen oder die der Ansicht sind, dass Wissenschaft schwierig oder langweilig ist. Zum anderen soll die Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen verbessert werden.

Während der Soapbox Science Veranstaltung am 25. Juli 2020 in Düsseldorf werden zwölf Wissenschaftlerinnen auf Seifenkisten stehen und die Öffentlichkeit über ihre Forschung informieren. Jede Vortragende spricht und beantwortet Fragen für eine Stunde, zeitgleich tragen immer vier Wissenschaftlerinnen vor. Die Vortragenden sprechen frei und ohne Mikrofon, weil so das Gespräch zwischen den Wissenschaftlerinnen und der Öffentlichkeit erleichtert wird. Einige Sprecherinnen werden auch Hilfsmittel wie Bilder, Gegenstände oder kleine Poster verwenden, damit die Vorträge verständlich, interaktiv und spannend sind.

Weitere Informationen:

Aufgrund der Covid-19-Pandemie wurde die Veranstaltung als Online-Event organisiert und über Facebook gestreamt. Eine Aufzeichnung der englischen Beiträge finden Sie über diesen Link. Eine Aufzeichnung der deutschen Beiträge können Sie hier anschauen.

Facebook-Auftritt von Soapbox Science Düsseldorf

Twitter-Account von Soapbox Science Düsseldorf

Projektverantwortlicher:

Prof. Dr. Michael Schmitt (Institut für Physikalische Chemie, Arbeitsgruppe Hochauflösende UV-Laserspektroskopie)

Projektbeschreibung:

Der drohende Klimawandel und die damit verbundenen Folgen sind Wissenschaftlern seit vielen Jahren bekannt. Seit langer Zeit wird versucht die Politik und die Bürger über Gründe für den Klimawandel aufzuklären und ihn letzthin zu verhindern oder mindestens seine Folgen zu mindern. Aber erst seit 2018 mit dem initiierten Klimastreik von Greta Thunberg und der daraus entstandenen Bewegung „Fridays for Future“ hat das Thema die nötige öffentliche Aufmerksamkeit bekommen, um politische Entscheidungen voranzubringen. Jedoch spaltet dieses Thema die Gesellschaft und es kommt immer wieder zu Missverständnissen, Unklarheiten und Unverständlichkeiten der wissenschaftlichen Daten und Fakten, wodurch Gerechtigkeitskonflikte zwischen „Jung“ und „Alt“ (Generationengerechtigkeit) aber auch zwischen verschiedenen Gesellschaftsschichten (Verteilungsgerechtigkeit) entstehen.

Die interdisziplinäre Ringvorlesung „Klimawandel und Ich“ behandelt die verschiedenen Aspekte des Klimawandels und deren Auswirkungen. Durch die Teilnahme von Studierenden und auch der Teilnehmenden der Bürgeruniversität konnte dadurch bereits ein Austausch mit Wissenschaftlern verschiedener Fachdisziplinen (Naturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Medizin, Philosophie, Politik, Jura, Ingenieurswissenschaften, Industrie) stattfinden und viele Aspekte im Detail verständlich erklärt werden. Die Rückmeldung von Vielen, die den Filmen der Ringvorlesung auf den verschiedenen Plattformen folgen aber wegen Zeitmangels oder großen räumlichen Entfernung nicht teilnehmen können, zeigen, dass mit dieser Veranstaltung den Nerv der Zeit getroffen wurde.

Der Film „2040-Wir retten die Welt“ handelt von einem Gedankenspiel, wie die Welt 2040 aussieht, wenn der Mensch die zurzeit bestehenden besten Lösungen annehmen und umsetzen würde, zur Verbesserung der Lebensqualität und Erhaltung des Planeten. Für die Teilnehmer an der Ringvorlesung soll daher das Kino "Metropol" angemietet und der Film gemeinsam gesehen werden. Anschließend an den Film, soll eine Podiumsdiskussion mit verschiedenen Vortragenden der Ringvorlesung stattfinden, um Inhalte des Films zu besprechen, Fakten zu klären und den Bürgern und Studierenden die Möglichkeit bieten auch kritische Fragen zu stellen und zu diskutieren.

Weitere Informationen:

Informationen zur Ringvorlesung "Klimawandel und ich" (inkl. Folien zur Vorlesung und Videos)

Informationen zur Ringvorlesung "Klimakrise und wir" (inkl. Folien zur Vorlesung und Videos)

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