Geförderte Projekte Ausschreibungen 2019

1) Förderung des Recorded-Sound-Wettbewerbs "Sound Cinema Düsseldorf" am 30. Januar 2020

Projektverantwortliche:

Tomy Brautschek / Maximilian Haberer (Institut für Medien- und Kulturwissenschaft)

Projektbeschreibung:

Das Sound Cinema Düsseldorf ist ein Recorded-Sound-Wettbewerb, der ein kollektives Anhören wissenschaftlich-künstlerischer Soundproduktionen sowie eine Prämierung der besten Beiträge vorsieht. Nach der erfolgreichen Premiere am 4. April 2019 wird das Sound Cinema am 30.01.2020 in einem erweiterten Rahmen zum zweiten Mal stattfinden. Die Veranstaltung erstreckt sich über einen Abend und richtet sich an ein breites Publikum aus Studierenden, Forscherenden, Künstler*innen, Musiker*innen sowie an eine kulturell und wissenschaftlich interessierte Stadtöffentlichkeit. Essenzieller Bestandteil der Veranstaltung ist hierbei die an den Kinosaal angelehnte Hörsituation: Das durch die räumliche und technische Anordnung geschaffene Wahrnehmungsdispositiv versetzt die Hörenden in die ungewohnte Situation, aufgenommene Klänge gemeinschaftlich konzentriert anzuhören. Die explizite Auslassung visueller Stimuli verursacht hierbei eine Verschiebung der Konzentration auf den Hörsinn. Diese Hörsensibilisierung hat unter anderem auch die Reflexion der eigenen Hör(um)welt zur Konsequenz.

Die Soundbeiträge für die Veranstaltung werden über einen Call-for-Sounds öffentlich eingeworben. Nach einer Vorauswahl werden am Veranstaltungsabend dem Auditorium
schließlich neun Beiträge mit einer maximalen Länge von jeweils zehn Minuten vorgespielt. Die präsentierten Produktionen stammen zu gleichen Teilen aus den folgenden drei Kategorien: 1. Musical Compositions, 2. Acoustic Stories und 3. Abstract Sounds. Jede Kategorie wird am Abend der Veranstaltung von einer Fachjury prämiert. Darüber hinaus wird ein Publikumspreis, der Beiträge aller Kategorien berücksichtigt, vergeben.

Mehr Informationen:

Link zur Projekthomepage www.soundcinema.eu

 

2) Förderung der Veranstaltung "Kommunale Online-Bürgerbeteiligung in Nordrhein-Westfalen - Der DIID Monitor Online-Partizipation 2019" des Düsseldorfer Instituts für Internet und Demokratie

Projektverantwortliche:

Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie

Projektbeschreibung:

Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung des DIID am 28.01.2020 im Haus der Universität (Schadowplatz 14, Düsseldorf) geht es um die Frage: Wie und in welchen Städten kann man sich über das Internet an politischen Entscheidungen beteiligen? Im Jahr 2016 hatte bereits ein Drittel der Kommunen NRWs schon mindestens einmal ein Beteiligungsverfahren über das Internet durchgeführt. Wie sich seitdem die Online-Partizipation in NRW entwickelt hat, wurde vom Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie (DIID) im Jahr 2019 erneut untersucht. Die Ergebnisse der Studie sowie Chancen und Risiken der Online-Bürgerbeteiligung werden in zwei Kurzvorträgen präsentiert.

Anschließend sind alle Gäste eingeladen, im Rahmen einer offenen Podiumsdiskussion mit Wissenschaftler/innen der HHU und Vertreter/innen aus NRW-Kommunen zu diskutieren. Außerdem können sich Interessierte vor und nach der Veranstaltung bei einem Getränk über aktuelle Initiativen der Landeshauptstadt Düsseldorf aus den Bereichen Digitalisierung und Bürgerbeteiligung informieren.

Mehr Informationen:

Link zum Veranstaltungsprogramm mit weiteren Informationen auf der Homepage des DIID

 

3) Förderung der Vortragsreihe "Künstliche Intelligenz – Chancen, Risiken, Herausforderungen"

Projektverantwortliche:

Prof. Dr. Susanne Hahn (Institut für Philosophie)

Projektbeschreibung:

Was ist künstliche Intelligenz? Was kann sie leisten, welche Risiken sind mit ihrem Einsatz verbunden und inwiefern fordert sie gängige soziale Praxen heraus? Eine Vorlesungsreihe an der Heinrich-Heine-Universität beschäftigt sich ab dem 8. Januar mit diesen Fragen und legt dabei einen Schwerpunkt auf das Thema der maschinellen Mustererkennung. So tragen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Philosophie, Robotik, Informatik, Kriminologie und Radiologie in einem Wechselspiel aus Anwendungs- und Reflexionsüberlegungen vor und erörtern grundsätzlich die Merkmale künstlicher Intelligenz. Sie  fragen nach den Chancen und Risiken maschineller Mustererkennung sowie den Herausforderungen für die Verantwortungszuschreibung, die sich zum Beispiel ergeben, wenn künstliche Intelligenz zur Diagnose von Krankheiten eingesetzt wird. Daneben werden praktische Anwendungen, z.B. in der Robotik, der Polizeiarbeit und der Onkologie, behandelt. Die Vorstellungsreihe will dabei auch zeigen, welche Möglichkeiten es aktuell gibt und welche Leistungen derzeit eher in den Bereich der Fiktion gehören.

Mehr Informationen:

Link zum Veranstaltungsprogramm mit den Daten aller Einzeltermine

Link zum Kalender Bürgeruniversität in dem die einzelnen Termine ebenfalls aufgeführt sind

 

4) Förderung der Vortragsreihe  "denXte"

Projektverantwortliche:

Prof. Dr. Markus Schrenk / Amrei Bahr (Institut für Philosophie)

Projektbeschreibung:

Im Mittelpunkt der Vortragsreihe denXte stehen philosophische Gedankenexperimente, die aufgrund ihres interaktiven Zuschnitts spielerisch Einsichten in aktuelle philosophische Debatten gewähren. Dank ihres narrativen Charakters und ihrer geringen theoretischen Komplexität eignen sich Gedankenexperimente besonders gut dazu, philosophischen Laien einen Zugang zu philosophischen Problemstellungen zu ermöglichen. Die interaktive Vortragsreihe macht sich diesen Umstand zunutze, um interessierten Bürger*innen einen Einblick in aktuelle Debatten der akademischen Philosophie zu gewähren. Dazu erhält das Auditorium bei jedem Vortrag zunächst die Gelegenheit, mittels der Smartphone-Abstimm-App ARSnova zu je einer ausgewählten philosophischen Frage Stellung zu nehmen – etwa zu der Frage, ob die Rettung einer Gruppe von Personen es rechtfertigt, das Leben eines Einzelnen zu opfern. Im Anschluss daran werden im Rahmen eines Vortrags ein die jeweilige Fragestellung betreffendes Gedankenexperiment sowie wichtige Einsichten aus der zentralen philosophischen Debatte um dieses Experiment präsentiert. Im Rahmen einer Diskussion des Vortrags erhält das Auditorium anschließend die Gelegenheit, Verständnisfragen zu diskutieren sowie eigene Argumente vorzubringen. Schließlich werden die Intuitionen des Auditoriums mithilfe von ARSnova erneut abgefragt und die Ergebnisse der beiden Umfragen miteinander verglichen: Hat sich die Einschätzung des Auditoriums im Anschluss
an Vortrag und Diskussion verändert oder sind die Intuitionen weitgehend stabil geblieben? Eine Möglichkeit des abschließenden informellen Austauschs mit Fachphilosoph*innen wird im Foyer des Haus der Universität nach dem Vorbild eines Science Cafés angeboten.

Das Zusammenwirken von Universität und Stadt im Rahmen der Vortragsreihe ist ein wechselseitiges: Die philosophieinteressierte Öffentlichkeit erhält Einsichten in die aktuelle Forschung; zugleich bietet die Abfrage von Intuitionen in zwei Schritten der Fachphilosophie die Möglichkeit, die entsprechenden Erhebungen für metaphilosophische Fragen im Zusammenhang mit Gedankenexperimenten und Intuitionen auszuwerten. Aufgrund der Originalität dieses Vortragsformats kommt der Vortragsreihe über die Öffentlichkeitswirksamkeit hinaus somit auch eine wissenschaftliche Bedeutung für die HHU zu.

Mehr Informationen:

Projekthomepage der "denXte"-Vortragsreihe

 

5) Förderung der Diskussionsveranstaltung "Offene Diskussion zu Vertrauen in und Gebrauch von Kryptowährungen"

Projektverantwortlicher:

Dr. Andrew Isaak (Manchot Graduiertenschule „Wettbewerbsfähigkeit junger Unternehmen")

Projektbeschreibung:

Das Thema Kryptowährungen ist momentan in aller Munde, weshalb Prof. Suleika Bort, Professorin für Organisation und Internationales Management an der TU Chemnitz und Dr. Andrew Isaak, Habilitand des Lehrstuhls für Entrepreneurship und Finance an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, sich mit der grundlegenden Frage beschäftigen, wie Vertrauen in neue, kontroverse digitale Märkte entstehen kann. Dem Vortrag geht ein Brainstorming-Workshop mit Studierenden sowie Forscherinnen und Forschern der HHU voraus (ca. 17:15-18:45 Uhr), dessen Ergebnisse als Basis für die anschließende Panel-Diskussion dienen sollen.

Mehr Informationen:

Informationen zur Diskussionsveranstaltung im Kalender Bürgeruniversität

 

6) Förderung einer "Soapbox Science" Veranstaltung in Düsseldorf

Projektverantwortliche:

Dr. Katherine Macmillan (Lehrstuhl für Physik der weichen Materie)

Projektbeschreibung:

„Soapbox Science“ ist ein bekanntes Format der Wissenschaftskommunikation, bei dem Wissenschaftlerinnen ihre Forschung der Öffentlichkeit erklären. Die erste Veranstaltung fand 2011 in London statt, seitdem ist „Soapbox Science“ jedes Jahr größer geworden. Im letzten Jahr gab es zwei Events in Deutschland, jeweils in Berlin und in München, im Jahr 2020 soll nun ein erstes Event in Düsseldorf stattfinden.

Mit dem Veranstaltungsformat „Soapbox Science“. werden zwei Ziele verfolgt: Zum einen wird der Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft gefördert. Dabei sollen vor allem die Menschen erreicht werden, die normalerweise gar nichts oder nur sehr wenig über Wissenschaft wissen, die normalerweise nicht mit Wissenschaftlern sprechen oder die der Ansicht sind, dass Wissenschaft schwierig oder langweilig ist. Zum anderen soll die Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen verbessert werden.

Während der Soapbox Science Veranstaltung am 25. Juli 2020 in Düsseldorf werden zwölf Wissenschaftlerinnen auf Seifenkisten stehen und die Öffentlichkeit über ihre Forschung informieren. Jede Vortragende spricht und beantwortet Fragen für eine Stunde, zeitgleich tragen immer vier Wissenschaftlerinnen vor. Die Vortragenden sprechen frei und ohne Mikrofon, weil so das Gespräch zwischen den Wissenschaftlerinnen und der Öffentlichkeit erleichtert wird. Einige Sprecherinnen werden auch Hilfsmittel wie Bilder, Gegenstände oder kleine Poster verwenden, damit die Vorträge verständlich, interaktiv und spannend sind.

Mehr Informationen:

Informationen zum Veranstaltungsformat Soapbox Science

Facebook-Auftritt von Soapbox Science Düsseldorf

Twitter-Account von Soapbox Science Düsseldorf

 

7) Förderung des Projektes "POSTHUMAN – ALL TOO HUMAN? Zukunftsmusik jenseits des Menschen"

Projektverantwortliche:

Dr. Anna Schürmer (Institut für Medien- und Kulturwissenschaften)

Projektbeschreibung:

Seit zwei Jahrzehnten ermöglicht das aus Konzerten und diskursiven Formaten bestehende Forum neuer Musik des Deutschlandfunks den Diskurs zwischen zeitgenössischem Komponieren und gesellschaftlich relevanten Themen und Fragestellungen. In seiner 21. Auflage beschäftigt das Festival am 3./4. April 2020 unter dem Titel »Wollen wir den Tod überwinden?« mit Sterben und Vergänglichkeit – und fragt im Gegenzug nach dem Umbruch im Selbstverständnis des Menschen, den post- und transhumanes Denken unter digitalen Vorzeichen verheißen: also die Überwindung menschlicher Makel mittels neuer Technologien. Das Festival 2020 versammelt in der Frage nach Wert, Wesen und Widerspruch des Menschen künstlerische und journalistische, wissenschaftliche und diskursive Beiträge, um verschiedene Möglichkeiten der Wahrnehmung, der Deutung und des Umgangs mit Sterben und Un/Endlichkeit im 21. Jahrhundert zu reflektieren.

Ein Programmpunkt ist die als ›Live-Feature‹ konzipierte Lecture-Performance Posthuman – All Too Human? Zukunftsmusik jenseits des Menschen, die Dr. Anna Schürmer –
wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medien- und Kulturwissenschaft der HHU und freie Mitarbeiterin des DLF – als künstlerisch-wissenschaftliche Forschung gemeinsam mit Studierenden und Mitarbeiter*innen des Instituts für Medien- und Kulturwissenschaft erarbeitet. Unter dem hypothetisch fragenden Titel Posthuman – All too Human? reflektiert und hinterfragt die performative Lesung mit szenische Einlagen zu Künstlicher Intelligenz und Nostalgie, Algorithmen und Mensch-Maschine-Interaktionen das diskursive Phänomen des Posthumanismus: Welchen Herausforderungen hat sich der Humanismus in einer zunehmend digitalisierten Welt zu stellen – und wie steht es um die Zukunft menschlicher Kreativität im Zeichen von KI und Big Data?

Umgesetzt wird das Projekt Posthuman – All Too Human? Neue Musik jenseits des Menschen im Wintersemester 2019/20 im Rahmen eines offiziell im Veranstaltungsverzeichnis der HHU angebotenen Workshops. Mit ausgewählten Studierenden und unter Beteiligung wissenschaftlicher Mitarbeiter*innen des Instituts für Medien- und Kulturwissenschaft, wird in mehreren über das Semester verteilten Sitzungen das ›Live-Feature‹ als Performance-Lecture mit szenischen Einspielen erarbeitet und in zwei Aufführungen präsentiert: Einmal im Rahmen des Forums neuer Musik an Kölner DLF-Funkhaus (4.4.2020), ein zweites Mal am 9.4.2020 im Düsseldorfer »Salon des Amateurs«, wo anschließend an die Performance ein DJ-Set die somatische Körperlichkeit elektronischer Zukunftsmusik mit Akteuren, Gästen und Publikum auf der Tanzfläche zelebriert.

Mehr Informationen:

Werden zeitnah hinzugefügt.

 

8) Förderung einer Filmvorführung mit anschließender Podiumsdiskussion zum Film "2040 - Wir retten die Welt"

Projektverantwortlicher:

Prof. Dr. Michael Schmitt (Institut für Physikalische Chemie, Arbeitsgruppe Hochauflösende UV-Laserspektroskopie)

Projektbeschreibung:

Der drohende Klimawandel und die damit verbundenen Folgen sind Wissenschaftlern seit vielen Jahren bekannt. Seit langer Zeit wird versucht die Politik und die Bürger über Gründe für den Klimawandel aufzuklären und ihn letzthin zu verhindern oder mindestens seine Folgen zu mindern. Aber erst seit 2018 mit dem initiierten Klimastreik von Greta Thunberg und der daraus entstandenen Bewegung „Fridays for Future“ hat das Thema die nötige öffentliche Aufmerksamkeit bekommen, um politische Entscheidungen voranzubringen. Jedoch spaltet dieses Thema die Gesellschaft und es kommt immer wieder zu Missverständnissen, Unklarheiten und Unverständlichkeiten der wissenschaftlichen Daten und Fakten, wodurch Gerechtigkeitskonflikte zwischen „Jung“ und „Alt“ (Generationengerechtigkeit) aber auch zwischen verschiedenen Gesellschaftsschichten (Verteilungsgerechtigkeit) entstehen.

Die interdisziplinäre Ringvorlesung „Klimawandel und Ich“ behandelt die verschiedenen Aspekte des Klimawandels und deren Auswirkungen. Durch die Teilnahme von Studierenden und auch der Teilnehmenden der Bürgeruniversität konnte dadurch bereits ein Austausch mit Wissenschaftlern verschiedener Fachdisziplinen (Naturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Medizin, Philosophie, Politik, Jura, Ingenieurswissenschaften, Industrie) stattfinden und viele Aspekte im Detail verständlich erklärt werden. Die Rückmeldung von Vielen, die den Filmen der Ringvorlesung auf den verschiedenen Plattformen folgen aber wegen Zeitmangels oder großen räumlichen Entfernung nicht teilnehmen können, zeigen, dass mit dieser Veranstaltung den Nerv der Zeit getroffen wurde.

Der Film „2040-Wir retten die Welt“ handelt von einem Gedankenspiel, wie die Welt 2040 aussieht, wenn der Mensch die zurzeit bestehenden besten Lösungen annehmen und umsetzen würde, zur Verbesserung der Lebensqualität und Erhaltung des Planeten. Für die Teilnehmer an der Ringvorlesung soll daher das Kino "Metropol" angemietet und der Film gemeinsam gesehen werden. Anschließend an den Film, soll eine Podiumsdiskussion mit verschiedenen Vortragenden der Ringvorlesung stattfinden, um Inhalte des Films zu besprechen, Fakten zu klären und den Bürgern und Studierenden die Möglichkeit bieten auch kritische Fragen zu stellen und zu diskutieren.

Mehr Informationen:

Informationen zur Ringvorlesung "Klimawandel und ich" (inkl. Folien zur Vorlesung und Videos)

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